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Vor nunmehr fast einem Jahr bin ich von Euch fortgeholt worden und es wird Zeit Euch zu erzählen, wie es mir in meiner neuen Umgebung geht. Damals hieß ich noch Cleo, aber diesen Namen hat meinem Frauchen gar nicht gepasst. Es hat eine Weile gedauert, bis mir ein Name gefallen hat. Millie hat mir gut gefallen. Auf Millchen höre ich sogar auch. Am Anfang hatten mein Frauchen und ich Probleme, uns zu beschnuppern. Sie konnte nicht verstehen, dass ich der Mittelpunkt bin und das natürlich rund um die Uhr. So viel Energie zum Spielen, Toben und nonstop schmusen hatte sie noch nicht erlebt. Die 1. Nacht war eigenartig, ich durfte zwar im Bett schlafen, aber ständig nörgelte sie rum, weil ich gestreichelt werden wollte. Dann wurde ich vor die Tuer gesetzt. Das habe ich mir gar nicht gefallen lassen und habe lautstark protestiert. Nach ein paar Tage hatte mein Dosenöffner scheinbar keine Lust die Einwände anzuhören und ich kam auf den Balkon. Auch gut, im Park gibt es immer was zu erleben, einen Vogel habe ich schon durchs Katzennetz erwischt und im Wohnzimmer verspeist! Ja, seit dem gehe ich jeden Abend artig auf den Balkon. Jetzt in der kalten Jahreszeit habe ich sogar eine schöne Höhle über mein Körbchen bekommen. Leider geht mein Frauchen wieder arbeiten, oft hab ich Mühe mir den Tag zu vertreiben. Jedoch habe ich heraus gefunden, was ich so machen kann: Da bietet sich der Mülleimer nach Leckerbissen an, die Klorolle quer in der Wohnung zu verteilen, Kartons anknabbern oder auch einfach auf dem Küchentisch nach Köstlichkeiten zu suchen – dass Letzte ist aber mittlerweile langweilig geworden, denn mein Dosenöffner räumt alles weg. Hin u wieder bekomme ich sogar Besuch, wenn mein Frauchen länger außer Haus bleiben muss. Dann wird richtig gespielt und getobt. Im Urlaub war ich auch schon. Die lange Reise nach Dänemark war am Anfang aufregend, da ich im Korb eingesperrt wurde und ich das gar nicht lustig fand. Nach einer Weile hat meine Blase gedrückt und ich habe lautstark rebelliert. Endlich konnte ich dann raus und habe auch gleich das Auto unter die Lupe genommen. Danach wurde nicht mehr das Gitter vorgesetzt und das war behaglich. Schließlich sind wir doch angekommen und ich durfte das ganze Anwesen beschnuppern, drinnen u draußen versteht sich. Jeden Morgen beizeiten wollte ich raus. Leider wurde ich aber angeleint. Aber einmal habe ich es geschafft u bin entkommen. Das habe ich richtig ausgekostet, habe erst mal einen Kater verjagt und bin auf Bäume geklettert. Dann hat mich mein Frauchen vermisst und ich kam freudig zurück. Zugenommen habe ich auch schon. Bekomme Spezialtrockenfutter für meine Rasse (MainCoon), nur bei den Dosen muss mein Frauchen noch rauskriegen, dass sich mein Geschmack ständig ändert. Daher könnt Ihr sehen, dass es mir gut geht und ich hoffe, es wird auch so bleiben. Ich wünsche meinen ehemaligen Mitbewohnern/innen, dass sie auch so ein schönes Katzenleben bekommen, wie ich es habe.
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