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Liebes Tierheim-Team, seit fast einem Jahr ist nun unser Katerchen Karlchen (bei Ihnen hieß er Ritchie) bei uns – eine einzige Freude!Als er unser Leben bereicherte, war er knapp ein Jahr alt und sehr zart. Ein offenbar unbehandelter Katzenschnupfen im Babyalter hatten seine Äuglein dauerhaft getrübt und teilweise mit einem Schleier überzogen, aber das ist nur ein „kosmetisches“ Problem, denn er sieht sehr gut. Als wir ihn im Tierheim bei Ihnen zum ersten Mal sahen, kam er sofort auf uns zu und gab jede Menge „Köpfchen“. Und auch als wir in einen anderen Raum gingen, kam er durch die Katzenklappe hinter uns her, streifte uns um die Beine und schnurrte uns an – die Entscheidung war gefallen. Wir glauben, auch von ihm aus. Vom ersten Tag an war Karlchen völlig unproblematisch und einfach und ausschließlich nur lieb. Als er von Ihrer Mitarbeiterin gebracht wurde, stieg er von selbst ganz neugierig und mutig aus dem Körbchen und durchschritt dann laut schnurrend jedes Zimmer der Wohnung. Völlig selbstverständlich hüpfte der kleine Kerl zu uns auf die Couch und ließ sich ausgiebig beschmusen. Er fraß sofort und ging wie selbstverständlich aufs Katzenklo. Nach einigen Wochen durfte er dann raus und genießt seitdem die Wiesen und Felder in der Umgebung. Seitdem er Freigänger ist, wird das Katzenklo nur noch sehr selten benutzt. Fast jede Nacht ist er unterwegs – ein echter Kater eben, obwohl er natürlich kastriert ist. Manchmal sehe ich ihn, wie er mit einem Kater-Kumpel durch die Wiesen streift. Morgens kommt er dann nach Hause und muss dann erstmal ausgiebig Heia machen. Danach fordert er uns gerne zum Spielen und vor allem Schmusen auf, dem wir natürlich immer wieder gerne nachkommen. Er hat ein Lieblingsspielzeug, eine „Katzen-Angel“, die an einer Schur Federn mit einem Glöckchen befestigt hat. Wenn wir nach dem „normalen“ Angelspielen damit aufhören wollen und die Angel dann zum Beispiel in den Raum werfen, apportiert er sie wie ein Hund und bringt sie in seinem Mäulchen immer wieder zu uns zurück – und wir müssen sie erneut werfen, das könnte Stunden so gehen… Sobald die Jahreszeit beginnt, wärmer zu werden, ist er auch tagsüber draußen viel unterwegs. Nicht selten bringt er uns dann „Geschenke“ mit – mit Mäusen bin ich inzwischen bestens vertraut. Manchmal deponiert er sie auch lebend in der Badewanne, auch in meiner Handtasche und in den Schulranzen der Kinder habe ich schon fiepende Mäuse entdeckt, die ich dann diskret in die Freiheit entlasse… Ein echter Kater eben, der für seine freundlichen Gaben und seine großen Jagderfolge auch immer sehr gelobt wird. Auch, wenn das manchmal – je nach Zustand der Mäuse und schlimmer noch: Vögel – etwas schwer fällt. Da er ein sehr guter Esser ist, ist er gut gewachsen und bringt nun mit fast 2 Jahren 5 kg auf die Waage, obwohl er immer noch relativ zierlich ist – und das wohl auch bleiben wird. Aber wir lieben ihn so, wie er ist. Der Tierarzt, der nur zum Impfen besucht werden muss, ist sehr zufrieden mit ihm und sagt, dass er noch nie eine so entspannte Katze erlebt hat. Wenn er auf dem Untersuchungstisch sitzt, reicht es, wenn ich sanft die Hand auf seinen Rücken lege und ein paar beruhigende Worte spreche. Er schaut mich dabei an und scheint mir zu glauben – auch wenn er dann gepiekt wird. Er bleibt ganz ruhig und auch wenn wir nach dem TA-Besuch wieder zu Hause sind, wird erst mal gefressen, dann sich geputzt und dann geschlafen – bevor es wieder raus in die Welt geht. Karlchen ist völlig ausgeglichen, eine Seele von Katze und überaus freundlich. Jeder Gast wird von ihm freudig begrüßt, oder – wenn er müde ist – einfach ignoriert. Wenn er dösend auf der Couch liegt, stört es ihn überhaupt nicht, wenn sich selbst ein völlig Fremder direkt neben ihn setzt. Da wird mal kurz der Kopf gehoben – und dann weiter gepennt. Wir sind überaus glücklich mit unserem geliebten Karlchen und wir hoffen, er auch mit uns. Liebe GrüßeTina Tonsen
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